Eine Werksverlegung ist einer der operativ anspruchsvollsten Vorgänge in der Fertigungsindustrie: Gleichzeitig muss am alten Standort der Betrieb bis zum letzten möglichen Moment aufrechterhalten werden, während am neuen Standort die Infrastruktur vorbereitet wird. Der Maschinenpark steht im Mittelpunkt dieser Logistik — und jede falsche Entscheidung kostet Zeit und Geld.
Wir helfen Ihnen, fundiert zu entscheiden: Was nimmt man mit? Was verkauft man? Und wie koordiniert man das so, dass der Umzug nicht durch unnötige Transportaufwände belastet wird?
Die Grundfrage: Mitnehmen oder verkaufen?
Die Entscheidung, ob eine Maschine mitgenommen oder verkauft werden soll, ist eine reine Wirtschaftlichkeitsfrage:
Transportkosten für eine CNC-Maschine (Demontage, Kran, Transport, Aufstellung, Wiederinbetriebnahme, Geometrie-Abnahme): typischerweise 8.000–40.000 €, abhängig von Größe, Gewicht und Distanz.
Marktwert der Maschine: Das ist die Zahl, die wir Ihnen liefern — kostenlos, innerhalb von 24 Stunden, basierend auf echten Transaktionspreisen.
Wenn der Marktwert > Transportkosten: Maschine mitnehmen und am neuen Standort weiter nutzen.
Wenn der Marktwert ≤ Transportkosten: Maschine verkaufen und am neuen Standort — falls noch benötigt — eine neuere oder gebrauchte Nachfolgeanlage beschaffen.
Das klingt simpel, wird in der Praxis aber oft übergangen: Teams transportieren Maschinen reflexartig, weil sie „immer da waren”, obwohl eine rationale Bewertung ergäbe, dass der Transport teurer ist als ein Neukauf.
Typische Kategorien beim Werksverlegungsentscheid
Immer mitnehmen (hoher Wert, niedrige Transportkosten, kritisch für Produktion):
- 5-Achs-Bearbeitungszentren von Hermle, Röders, DMG MORI (neuere Generationen)
- Hochpräzisions-Koordinatenmessgeräte
- Spezialmaschinen, die schwer zu ersetzen sind
- Maschinen mit langen Lieferzeiten
Entscheidung anhand Bewertung (mittleres Alter, mittlerer Wert):
- CNC-Drehmaschinen aus dem unteren Preissegment
- Bohrwerke und ältere Fräszentren
- Laser- und Blechbearbeitungsmaschinen (Prüfung: Faserlaser mitnehmen, CO2 oft verkaufen)
In der Regel verkaufen (hohe Transportkosten relativ zum Wert):
- Konventionelle Drehmaschinen und ältere konventionelle Fräsmaschinen
- Große, schwere Maschinen mit niedrigem Gebrauktpreis
- Maschinen mit End-of-Life-Steuerungen (kein Ersatz, kein Service)
- Peripherie: ältere Kühlmittelanlagen, veraltete Förderanlagen, alte Messmittel
Koordination parallel zum laufenden Betrieb
Der häufige Fehler bei Werksverlegungen: der Maschinenverkauf wird auf die letzte Woche verschoben, wenn der Zeitdruck am größten ist.
Das bessere Modell: Wir bewerten den gesamten Bestand 6–12 Wochen vor dem geplanten Umzugsdatum. Sie entscheiden auf Basis unserer Bewertung, was verkauft wird. Wir vereinbaren einen Abholplan, der dem Produktionsplan folgt — Maschinen, die bis zum Schluss laufen müssen, werden zuletzt abgeholt.
Das reduziert Stress, sichert maximale Erlöse und vermeidet hektische Last-Minute-Entscheidungen.
Konkrete Schritte für Ihren Werksverlegungsprozess
Schritt 1 — Maschinenliste zusammenstellen: Hersteller, Modell, Baujahr, Steuerung für jede Maschine. Wenn keine vollständige Liste vorhanden, kommen wir vor Ort und inventarisieren.
Schritt 2 — Bewertung anfordern: Wir liefern in 24–48 Stunden eine Ersteinschätzung für jede Maschine — Marktwert und Einschätzung der Transportkosten (als Vergleichsbasis).
Schritt 3 — Entscheidung und Planung: Sie entscheiden, was verkauft wird. Wir erstellen einen Abholplan, der in Ihren Umzugsterminplan integriert wird.
Schritt 4 — Abwicklung: Abholung und Zahlung nach Terminplan. Sie können sich auf den Umzug konzentrieren — die Maschinen, die verkauft werden, verlassen Ihr Gelände zum vereinbarten Termin.
Wenn Sie auch eine vollständige Hallenräumung nach dem letzten Produktionstag benötigen, informieren Sie uns — wir koordinieren die gesamte Restabwicklung, inklusive Entsorgung nicht-verwertbarer Anlagen. Mehr dazu: Hallenräumung Industrie.
Maschinenbestand bewerten für Ihre Werksverlegung — Erste Einschätzung in 24 Stunden.
