Schleifmaschinen sind die Präzisionswerkzeuge der Metallverarbeitung. Sie erzeugen Toleranzen im Mikrometerbereich, die keine andere Fertigungstechnologie erreichen kann. Entsprechend hoch ist ihr Restwert auf dem Gebrauchtmarkt — wenn man den richtigen Käufer kennt.
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Schleifmaschinenkategorien und ihre Märkte
Außen- und Innenrundschleifmaschinen
Der liquideste Markt im Schleifmaschinenbereich. Anbieter: Fritz Studer (CH), Kellenberger (CH), Schaudt (D), Tacchella (I), TOS (CZ).
Kaufgründe: Präzisionswellenfertigung, Hydraulikkomponenten, Getriebewellen, Präzisionsspindeln. Käufer sind in Deutschland, Nordeuropa, Nordamerika und Asien aktiv. Studer führt klar im Wert — Details finden Sie auf unserer Studer-Bewertungsseite.
Flachschleifmaschinen
Für ebene Flächen mit hoher Planheit. Anbieter: Blohm (D), Elb-Schliff (D), Mägerle (CH), Jung (D), Okamoto (JP).
Blohm Profimat und Orbit: sehr guter Restwert, starke Nachfrage aus Formenbau und Werkzeugbau. Mägerle MFP: Hochpräzisions-Profil- und Flachschleifer, gesuchter Nischenmarkt. Okamoto ACC: breite installierte Basis, guter Preis, vor allem im Export nach Asien.
Profilschleifmaschinen
Zur Herstellung von Sonderprofilen in Hartmetall und Stahl. Besonders: Mägerle MFP-Serie, Elb-Schliff CompactMaster, Blohm Profimat. Sehr spezialisierter Käuferkreis — Hartmetallwerkzeughersteller, Präzisionsformenbauer. Selten angeboten, entsprechend gute Preise.
Werkzeugschleifmaschinen
Für das Schleifen von Bohrern, Fräsern, Reibahlen und Sonderwerkzeugen. Anbieter: Walter (D), Vollmer (D), Anca (AUS), Saacke (D), Rollomatic (CH), Schneeberger (CH).
Walter Helitronic Power und Vision: der Industriestandard für Vollhartmetall-Werkzeugschleifen. Sehr aktiver Markt. Anca TX7 und FX7: bevorzugt in der Schleifdienstleistung. Vollmer QXD/QPD: für PKD- und CBN-Werkzeuge, geringere Stückzahlen verfügbar, höhere Einzelpreise.
Spitzenlosschleifmaschinen
Für Serienproduktion von runden Teilen ohne Einspannen. Anbieter: Erwin Junker (D), Lidköping (SE), Royal Master (USA), Monnier+Zahner (CH), Schaudt Mikrosa.
Der Markt ist kleiner, aber die Preise sind hoch: Eine gut gepflegte Junker Numerix in gutem Zustand erzielt 40.000–90.000 €. Käufer sind spezialisierte Zulieferer, Kugellager- und Wälzlagerhersteller.
Werterhaltung nach Marke
Studer (Rundschleifen) und Walter (Werkzeugschleifen) halten ihren Wert über zehn Jahre besonders gut — beide gelten in ihrem Segment als die Premiummarken mit dem stabilsten Restwert, vorausgesetzt die Spindel ist in Ordnung. Blohm und Mägerle liegen im Flach- und Profilschleifen auf einem ähnlich soliden Niveau. Junker (Spitzenlosschleifen) und Kellenberger (Rundschleifen) folgen mit etwas geringerer, aber weiterhin guter Werterhaltung. Okamoto und osteuropäische Marken wie TOS Hostivar haben einen breiteren, preisgünstigeren Markt, verlieren im Vergleich zu den europäischen Premiummarken aber deutlich mehr an Wert.
Was den Preis einer Schleifmaschine bestimmt
Schleifspindel ist der kritischste Einzelfaktor — bei allen Typen, bei allen Marken. Der Ersatz einer Schleifspindel kostet je nach Bauform und Hersteller 8.000–35.000 €. Ein Spindel-Prüfprotokoll (Schwingungsmessung, Lagertemperatur, Rundlauf) ist das wertvollste Dokument, das Sie einreichen können.
Abrichter und Abrichteinheit: Beim Profilschleifen sind Diamantabrichter-Systeme (insbesondere CNC-gesteuerte) ein erheblicher Wertfaktor.
Steuerung: Siemens 840D SL erzielt auf dem Gebrauchtmarkt mehr als proprietäre Steuerungen. Walter-eigene Steuerungen sind für Walter-Werkzeugschleifer eine Ausnahme — dort ist die Eigensteuerung bewährt und akzeptiert.
Kühlsystem: Hochdruck-Kühlmittelversorgung und Kühlmittelaufbereitung (Papierbandfilter, Magnetscheider) erhöhen den Wert deutlich — besonders für Schleifer, die hochlegierte Stähle und Hartmetall bearbeiten.
Typische Preise nach Maschinentyp
| Typ | Hersteller / Modell | Richtpreis (€) |
|---|---|---|
| Außenrund | Studer S33, 2012–2018 | 50.000–90.000 |
| Außenrund | Schaudt CNC 400, 2008–2016 | 20.000–45.000 |
| Flach | Blohm Profimat MT 408, 2010–2018 | 45.000–95.000 |
| Flach | Okamoto ACC 64DX, 2008–2016 | 18.000–40.000 |
| Profil | Mägerle MFP 100, 2008–2018 | 60.000–130.000 |
| Werkzeug | Walter Helitronic Power, 2008–2016 | 35.000–80.000 |
| Werkzeug | Anca TX7, 2010–2018 | 40.000–85.000 |
| Spitzenlos | Junker Numerix S30, 2008–2018 | 40.000–90.000 |
Orientierungspreise für gut gewartete, funktionsfähige Maschinen.
„Schleifmaschinen aus dem Premiumsegment haben einen der stabilsten Restwerte im Maschinenhandel — vorausgesetzt, die Spindel ist in Ordnung. Wir prüfen das immer als erstes.“
— Lucas Agustí, COO und Mitgründer von ankaufcncmaschinen.de
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