Der Markt für gebrauchte Laserschneidmaschinen ist in Bewegung: CO2-Laser verlieren gegenüber Faserlasern, und Faserlaser der ersten Generation verlieren gegenüber Hochleistungsfiberlasern (10 kW+). Wer seine Maschine zum richtigen Zeitpunkt verkauft, schöpft erheblich mehr aus als wer wartet.
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CO2 versus Faserlaser: Was der Marktunterschied bedeutet
Bis etwa 2012 war die CO2-Lasertechnologie dominant. Heute hat der Faserlaser bei Neuinvestitionen einen Marktanteil von über 90 % — mit niedrigeren Betriebskosten, höherer Schnittgeschwindigkeit bei Dünnblech, breiterer Materialpalette (Messing, Kupfer, Aluminium ohne CO2-spezifische Probleme) und ohne Resonatorgas-Wartungsaufwand.
Das bedeutet für den Gebrauchtmarkt:
CO2-Laserschneidmaschinen haben in Deutschland stark an Wert verloren. Der Käufermarkt hat sich nach Osteuropa, Türkei, Nahost und Südostasien verlagert. Dort wird die Maschine noch intensiv genutzt — oft als erste CNC-Laserschneidmaschine in einem wachsenden Betrieb. Preise liegen deutlich unter vergleichbaren Faserlasern.
Der Faserlaser behält seinen Wert deutlich besser. Ältere 2-kW-Faserlaser (2012–2016) gehen zunehmend auch in den Export, neuere 6-kW- und 10-kW-Systeme sind in Deutschland selbst gefragt.
Hersteller und Gebrauchtmarkt-Profil
TRUMPF — Marktführer mit höchstem Restwert
TRUMPF gehört zu den größten Laserschneidmaschinenherstellern weltweit und erzielt auf dem Gebrauchtmarkt die höchsten Preise. Entscheidend dafür: dichtes weltweites Service-Netzwerk, TruControl-Steuerung mit aktiver Softwarepflege, hohe Wiedererkennbarkeit.
TruLaser 2030/3030/5030 (CO2): heute noch 12.000–40.000 €, je nach Baujahr und Watt-Zahl. TruLaser 3030/5030 fiber: 80.000–200.000 €, je nach Generation und Laserleistung. TruMatic (Kombi-Laser/Stanzen): sehr spezialisierter Markt, hohe Einzelpreise.
Bystronic — Qualitätsmarke mit gutem Werterhalt
Bystronic (Schweiz) steht für hohe Schnittqualität und intuitive Steuerung (ByVision Cutting). Guter Ruf in Deutschland und Skandinavien.
ByStar Fiber 3015 und 4020: 70.000–180.000 €. BySprint Fiber: 95.000–175.000 €. BySprint Pro: ältere CO2-Linie, heute noch 12.000–35.000 €.
Amada — stark in Asien
Amada ist in Japan und Asien der bevorzugte Hersteller. In Deutschland aktiver Markt, aber weniger tief als TRUMPF oder Bystronic.
ENSIS (Fiber): moderne Hochleistungsreihe, 80.000–160.000 €, größere Formate und höhere Wattzahlen darüber. FO (CO2): 10.000–28.000 €, Käufer hauptsächlich Export.
Mazak Optiplex und Prima Power
Gute Maschinen, aber geringere Liquidität im Gebrauchtmarkt in Deutschland. Die Mazak-Optiplex-Reihe hat internationalen Ruf. Prima Power (Finn-Power) ist stark in Skandinavien. Bei beiden erzielen wir realistische Preise über internationale Käufernetzwerke.
Orientierungspreise
| Modell | Lasertyp | Baujahr | Richtpreis (€) |
|---|---|---|---|
| TRUMPF TruLaser 3030 | CO2, 4 kW | 2006–2013 | 12.000–40.000 |
| TRUMPF TruLaser 5030 | Fiber, 5 kW | 2015–2020 | 120.000–200.000 |
| Bystronic ByStar Fiber 3015 | Fiber, 3 kW | 2014–2019 | 70.000–180.000 |
| Bystronic BySprint Fiber | Fiber, 4 kW | 2016–2022 | 95.000–175.000 |
| Amada ENSIS 3015 | Fiber, 3 kW | 2016–2021 | 80.000–160.000 |
| Amada FO 3015 | CO2, 4 kW | 2008–2014 | 10.000–28.000 |
| Mazak Optiplex 3015 Fiber | Fiber, 4 kW | 2015–2021 | 65.000–130.000 |
Richtwerte für funktionsfähige Maschinen mit dokumentierter Wartung. Laserquellen-Stunden und Schneidkopf-Zustand beeinflussen den Preis erheblich.
Was den Preis einer Laserschneidmaschine bestimmt
Laserquelle: Bei CO2-Lasern der Zustand der Röhre (Stunden seit letztem Tausch). Bei Faserlasern der Gesamtstundenzähler (Quelle hält typischerweise 100.000+ Stunden). Ein funktionstüchtiger, dokumentierter Laserstrahl ist der kritischste Faktor.
Watt-Zahl: Höhere Leistung = höherer Preis. Ein 6-kW-Faserlaser erzielt deutlich mehr als ein 2-kW-Faserlaser der gleichen Generation.
Schneidbereich: 3015 (3 × 1,5 m) ist Standard, 4020 oder 6025 erzielen Aufschläge.
Automatisierung: Beladesysteme und Blechturmspeicher (z. B. TRUMPF LiftMaster, Bystronic ByTrans) erhöhen den Preis um 15.000–40.000 €.
Steuerungsversion und Softwarestand: Aktuelle Software und dokumentierte Updates wirken sich positiv aus.
Abwicklung beim Laser-Verkauf
Laserschneidmaschinen erfordern beim Kauf eine Vor-Ort-Prüfung (Schneidtest, Stundenzähler, Laserleistungsmessung). Diese koordinieren wir nach der ersten telefonischen Einschätzung — in der Regel innerhalb von 2–3 Werktagen. Zahlung vor Abholung. Demontage und Transport inklusive; Druckgasbehälter und Betriebsflüssigkeiten entleeren wir dabei. Die Entsorgung selbst übernimmt ein zugelassener Entsorgungsfachbetrieb, den wir auf Wunsch für Sie beauftragen — die Entsorgungsnachweise stellt dieser Betrieb Ihnen direkt aus. Abfallerzeuger im Sinne des KrWG bleiben Sie als Eigentümer.
Verkaufen Sie auch Abkantpressen oder Stanzmaschinen dazu? Wir kaufen komplette Blechbearbeitungslinien — informieren Sie uns beim ersten Kontakt über alles, was Sie veräußern möchten.
Typische Käufer einer Laserschneidmaschine
Standalone-Faserlaser im unteren Leistungssegment finden vor allem bei kleineren Blechverarbeitern und Lohnfertigern Abnehmer. Anlagen mit Beladesystem und höherer Leistung sind bei mittelständischen Metallverarbeitern gefragt, die Rüstzeiten minimieren wollen. Vollautomatisierte Anlagen mit Lageranbindung sprechen überwiegend größere Serienfertiger an, die mannlose Schichten fahren. Ältere CO2-Anlagen finden häufig im Export einen Käufer, besonders für Dickblechanwendungen.
Weitere Maschinentypen: Ankauf CNC-Abkantpressen · Ankauf hydraulischer Tafelscheren.
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