Fritz Studer AG ist eine der Referenzen für Präzisions-Rundschleifmaschinen weltweit. Was Hermle für den Fräsbereich bedeutet, ist Studer für das Schleifen: ein S31 oder S33 in gutem Zustand behält auf dem Gebrauchtmarkt einen deutlich höheren Wert als vergleichbare japanische oder koreanische Maschinen.
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Studer-Baureihen und ihre Marktpositionierung
S31 — Universalschleifer, größte installierte Basis
Der S31 ist die meistverkaufte Studer-Maschine überhaupt: Außenrund-Schleifmaschine für Wellen bis 400 mm Länge und 250 mm Durchmesser, mit WA-720-Steuerung. Weit verbreitet in der deutschen Automobilindustrie, im Präzisionsmaschinenbau und in der Hydraulikfertigung. Sehr liquider Gebrauchtmarkt — viele Endkäufer, kurze Vermarktungszeiten.
S33 — Universal, auch mit Innenrundschleifkopf
Der S33 ergänzt den S31 um die Möglichkeit, Innen- und Außenrundschleifen auf einer Maschine zu kombinieren. Für Betriebe, die sowohl Wellen als auch Bohrungen schleifen, ist der S33 die erste Wahl. Das erhöht auch seinen Gebrauchtpreis: Innenrundschleifen ist ein Alleinstellungsmerkmal, das viele Käufer suchen.
S41 — Hochleistungs-Universal mit B-Achse
Der S41 ist Studers Hochleistungsmodell: CNC-B-Achse für konturiertes Schleifen (z. B. Nocken, Kurbelwellen), höhere Steifigkeit durch Schwenkkopf, großer Drehtisch-Rundschalter für mehrere Schleifscheiben. Käufer sind meist Erstausrüster in Luft- und Raumfahrt, Lagerhersteller und spezialisierte Zulieferer.
S151, S191 — Großdurchmesser-Schleifer
Für Wellen und Rotationsteile mit großem Durchmesser (S151 bis 430 mm, S191 bis 750 mm). Diese Maschinen werden von Herstellern von Windenergieanlagen, Schiffsgetrieben, Großpumpen und Schwermaschinenbaukomponenten gesucht. International: sehr aktiver Markt in Indien, Brasilien, Südostasien.
Orientierungspreise nach Modell und Baujahr
| Modell | Baujahr | Spindelstunden | Richtpreis (€) |
|---|---|---|---|
| S31 | 1995–2005 | Beliebig, gut gewartet | 12.000–35.000 |
| S31 | 2006–2014 | Unter 10.000 h | 28.000–60.000 |
| S33 | 2006–2014 | Unter 10.000 h | 32.000–70.000 |
| S33 | 2015–2022 | Unter 8.000 h | 55.000–95.000 |
| S41 | 2010–2016 | Unter 8.000 h | 75.000–135.000 |
| S41 | 2017–2023 | Unter 6.000 h | 120.000–195.000 |
| S151 | 2008–2018 | Unter 12.000 h | 40.000–95.000 |
| S191 | 2010–2018 | Unter 10.000 h | 60.000–130.000 |
Orientierungspreise für gut gewartete Maschinen in funktionsfähigem Zustand. Spindelzustand, Optionen und Dokumentation können erheblich abweichen.
Was den Preis einer Studer bestimmt
Schleifspindel: Der kritischste Einzelfaktor. Eine Studer-Außenrundschleifspindel neu im Austausch kostet 12.000–25.000 €. Wir prüfen per Diagnose (Schwingungsmessung, Rundlauf, Lagertemperatur) — ein aktuelles Protokoll vom Hersteller ist das wertvollste Dokument, das Sie mitbringen können.
StuderGrind-Steuerung: Ältere WA-720-Steuerungen funktionieren zuverlässig, haben aber weniger Marktnachfrage als aktuelle StuderGrind-Systeme mit CNC-Einbindung und Prozessüberwachung.
Innenrundschleifkopf: Maschinen mit dieser Option erzielen einen spürbaren Aufpreis gegenüber reinen Außenrundschleifern.
Abrichter-Zustand: Der Diamant-Abrichter und seine Halterung zeigen, wie präzise die Maschine weiterhin schleifen kann. Verschlissene Abrichter sind günstig zu ersetzen, müssen aber bei der Preiseinschätzung berücksichtigt werden.
Wartungshistorie: Dokumentierte Öl- und Schmierwechsel nach Studer-Wartungsplan erhöhen das Vertrauen signifikant.
Warum Studer auf dem Gebrauchtmarkt so stark bleibt
Studer ist seit 1912 im Schleifmaschinenbau tätig. Diese über 110-jährige Tradition erklärt, warum gebrauchte Studer-Maschinen weltweit begehrt sind:
Teil der United Grinding Group: Studer gehört zur United Grinding Group (mit Blohm, Jung, Schaudt, Mikrosa, Mägerle). Das Ersatzteil-Ökosystem — Spindeln, Steuerungskomponenten, Führungsbänder — deckt auch ältere Maschinen ab.
Verarbeitung in Deutschland und der Schweiz: Maschinenbau in Thun (Schweiz), Messsysteme und Präzisionsbauteile aus deutschen und Schweizer Zulieferwerken.
Weltweit qualifiziertes Personal: Ein Käufer in Schweden, in der Türkei oder in Indien weiß, dass seine Bediener umschulen können — das senkt das Kaufhindernis.
Aktive internationale Nachfrage: Deutschland, Schweiz, nordische Länder, USA, Japan, Südkorea, Indien — überall gibt es Käufer für gepflegte Studer-Maschinen. Das verhindert, dass der Preis kollabiert.
Verkauf Ihrer Studer-Maschine — nächster Schritt
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