Fehlmann Picomax HSC-Bearbeitungszentrum aus einer Medizintechnik-Implantatfertigung

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CNC-Maschinen Ankauf für die Medizintechnik

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Die deutsche Medizintechnik ist mit über 240.000 Beschäftigten und einem Branchenumsatz jenseits der 38 Milliarden Euro (BVMed-Branchenbericht) der drittgrößte Medizintechnik-Markt der Welt nach den USA und Japan. Ihr Maschinenpark hat eigene Charakteristika: kleinere Losgrößen, deutlich höhere Präzisionsanforderungen, hohe Validierungs- und Dokumentationsdichte und einen aktiven internationalen Sekundärmarkt unter Herstellern, die unter ISO 13485 oder 21 CFR 820 fertigen.

Wir kaufen aus diesem Segment regelmäßig Schweizer Langdreher, Mikro-Bearbeitungszentren, Hochpräzisions-Schleifmaschinen, Mikro-EDM-Anlagen und die zugehörige Mess- und Prüftechnik. Erste Einschätzung in 24 Stunden, vertrauliche Abwicklung bei Standortschliessungen, vollständige Übergabe der maschinenbezogenen Validierungsdokumentation.


Die deutsche Medizintechnik in Zahlen

Tuttlingen ist mit über 400 ansässigen Unternehmen der weltweit größte einzelne Medizintechnik-Standort. Im Umkreis von 20 Kilometern um die Donaustadt fertigen Aesculap (B. Braun), KARL STORZ, Chiron, plus Hunderte kleinerer Spezialfertiger — von der Skalpell-Klinge bis zur navigationsfähigen Wirbelsäulenschraube. Die regionale Maschinenpark-Dichte pro Mitarbeiter ist die höchste in Deutschland.

Hamburg und Norddeutschland. Olympus Surgical Technologies Europe, Eppendorf, Drägerwerk, Beiersdorf-Medizin, Lübecker Medizintechnik-Cluster. Schwerpunkt Endoskopie, Laborautomation und chirurgische Instrumente.

München-Erlangen-Nürnberg. Siemens Healthineers (Erlangen), Brainlab (München), zahlreiche Tier-1-Zulieferer für Bildgebung, Operations-Robotik und Implantologie. Im Allgäu (Aescosafe, Implantcast) zusätzlich Implantatfertigung mit Schweizer Langdreher-Schwerpunkt.

Berlin-Brandenburg. B. Braun Berlin, Biotronik, NMI (Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut), Heidenhain (in Traunreut bei München, aber Steuerungs-Lieferant für die meisten Medizintechnik-Maschinen). Schwerpunkt Herzschrittmacher, Stents, Drug-Delivery.

Heidelberg-Mannheim-Heidelberg. Roche Diagnostics, Heidelberg Engineering, Heidelberger Druckmaschinen-Medizinsparte, plus Universitätsklinik-Spinoffs. Schwerpunkt Diagnostik-Instrumente, Augenheilkunde, Onkologie.


Typische Maschinen, die wir kaufen

KlasseModelle, die wir besonders gerne sehenTypisches Einsatzgebiet
Schweizer LangdreherTornos Swiss DT/GT/MultiSwiss, Tsugami SS/B, Star SR/SVImplantatschrauben, Pedikelschrauben, Knochenschrauben, Mini-Instrumente
5-Achs-Mikro-BearbeitungszentrenFehlmann Picomax 60/95, Kern Pyramid Nano/Micro, Willemin-Macodel 408MT, Yasda YBMHüft-/Knie-Implantate, Wirbelkörperersatz, dentale Komponenten
Hochpräzisions-RundschleifenStuder S20/S31/S33, Reishauer RZ, VoumardImplantatschäfte, Bohrer- und Reibwerkzeuge
Mikro-EDMSodick AG40L/AG60L, Mitsubishi EA8/EA12Stent-Geometrien, Mikro-Kanäle, Düsen
HonmaschinenNagel ECO/VS, SunnenKnochenmark-Reamer, Spritzennadel-Innenflächen
Mess- und PrüftechnikZeiss Prismo Ultra, Mitutoyo Crysta-Apex S Mikro, Werth ScopeCheck, Keyence IM100-%-Prüfung Implantate, Validierung, Ermüdungstest

Was Medizintechnik vom Rest der Industrie unterscheidet

Diskretion ist Standard, nicht Ausnahme. Standortschliessungen in der Medizintechnik gehen häufig mit konfidentiellen M&A-Prozessen, Patientensicherheits-Risikobewertungen oder regulatorischen Audits einher. Wir behandeln den gesamten Prozess vertraulich, arbeiten mit Geheimhaltungsvereinbarungen, und unsere Demontage-Teams treten in Kennzeichnungs-neutraler Arbeitskleidung an, wenn der Standort sichtbar bleiben soll.

Validierungsdokumentation ist Werttreiber. Eine Maschine mit vollständiger IQ/OQ/PQ-Historie, lückenloser Kalibrier-Records und nachvollziehbarer Wartung kann beim Folgekäufer 15 bis 30 Prozent mehr Wert generieren als eine identische Maschine ohne diese Dokumentationsebene. Bringen Sie alles mit, was vorhanden ist — auch unvollständige Records helfen.

Reinraum-Einsatz schützt die Maschine. Maschinen aus ISO-14644-Reinraumumgebungen (Klasse 7, 8) haben oft signifikant besseren Allgemeinzustand als Werkstattmaschinen — keine Spänekontamination der Linearführungen, kein Korrosionsangriff an Spindeln, keine Filterbelastung der Hydraulik. Diese Maschinen werden auch zum Premium-Preis weitergehandelt.

Werkstoffe sind oft speziell. Titan Grade 5, CoCr-Mo, Magnesium-Legierungen, Polyetheretherketon (PEEK), bestimmte Edelstähle (316L, Implantatstahl). Spindeln aus diesen Werkstoffen sind anders belastet als bei Stahl- oder Alu-Bearbeitung — Wartungshistorie ist hier kritisch für die Wert-Einschätzung.


Häufige Verkaufsanlässe in der Medizintechnik

M&A-bedingte Konsolidierung. Aufkauf eines kleineren Spezialfertigers durch einen Großhersteller, mit anschließender Linienkonsolidierung. Maschinen am alten Standort werden frei. Hochfrequente Bewegung im Tuttlinger Cluster.

Verlagerung in Niedriglohnländer mit Erhalt der ISO-13485-Zertifizierung. Polen, Tschechien, Mexiko, Tunesien werden als Fertigungsstandorte erschlossen — der deutsche Standort behält Forschung und Entwicklung. Die alten Linien werden entweder mitgezogen oder verkauft. Wir vermitteln häufig direkt an die Folgestandorte.

Generationswechsel bei mittelständischen Spezialfertigern. Im Tuttlinger Umfeld besonders häufig — familiengeführte Betriebe mit hochwertiger Mikro-Bearbeitung und ungeklärter Nachfolge.

Technologiewechsel. Umstellung von subtraktiver auf additive Fertigung (selektives Laserschmelzen für Implantate), Umstellung von Mikro-EDM auf Laser-Schneidverfahren bei Stents. Die alten Linien werden komplett ersetzt.

Insolvenz und Sanierung. Selten, aber wenn es passiert, schnell und mit hoher Diskretion abgewickelt. Siehe auch Insolvenz und Maschinenverwertung.


Wer kauft Medizintechnik-Maschinen?

Innerhalb der Branche. Kleinere Medizintechnik-Hersteller in Polen, Tschechien, Türkei, Indien, USA, die unter ISO 13485 fertigen und ihre Kapazität erweitern wollen. Validierte Maschinen sind hier deutlich attraktiver als Neuanschaffungen — Lieferzeit und Re-Validierungsaufwand entscheiden.

Außerhalb der Branche. Maschinen mit moderaterer Präzision (Standard-Studer-Schleifmaschinen, 5-Achs-BAZ ohne Mikro-Spezialisierung) gehen oft in Hochpräzisionsmärkte: Aerospace, Werkzeugbau, Forschungsinstitute, Uhrenindustrie (Schweizer Markt).

Universitätskliniken und Forschungsinstitute. Insbesondere ältere, voll funktionsfähige Maschinen werden gerne von Forschungseinrichtungen aufgekauft — niedriger Druck auf Stückzahl und Validierung, hoher Druck auf Funktionalität und Verfügbarkeit. Wir vermitteln auf Wunsch direkt.


Logistik und Demontage

Mikro-Bearbeitungszentren und Schweizer Langdreher sind oft auf Schwingungs-isolierten Fundamenten installiert, manchmal in temperierten und feuchtigkeits-geregelten Räumen. Die Demontage ist anspruchsvoller als bei Standardmaschinen: Anhebepunkte müssen sorgfältig gewählt werden, Verpackung schützt vor Mikrovibrationen während des Transports, Innentemperaturen werden bei längeren Transporten überwacht.

Wir transportieren Mikro-Bearbeitungszentren standardmäßig in luftgefederten Spezial-Aufliegern. Für die wertvollsten Geräte (Kern Pyramid, Yasda) ist Lufttransport eine reale Option, besonders bei Interkontinental-Verkäufen.


Was wir für die Übergabe brauchen

  • Maschinenakte mit Wartungsprotokollen, Kalibrierhistorie, Geometrie-Berichten
  • Eingesetzte Werkstoffe und Hilfsstoffe (für die Restkontamination-Bewertung beim Folgekäufer)
  • Reinraum-Einsatzhistorie, falls zutreffend (Klasse, Standzeit, letzte Validierung)
  • Validierungs-Records (IQ, OQ, PQ), wo vorhanden
  • Werkzeug-Inventar und Werkzeugparameter aus der Steuerung

Wir löschen vor Abholung gemeinsam alle patientenbezogenen oder produktbezogenen Datensätze aus der Maschinensteuerung. Die maschinenbezogene Dokumentation (Wartung, Kalibrierung) geht in einer geschlossenen Übergabe-Mappe an den Folgekäufer.


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Häufige Fragen

1.Welche Medizintechnik-Maschinen kauft ihr besonders gerne?

Schweizer Langdreher (Tornos Swiss DT/GT/MultiSwiss, Tsugami SS/B, Star SR/SV) für Implantatschrauben, Knochenschrauben und feinmechanische Komponenten. 5-Achs-Mikro-Bearbeitungszentren (Fehlmann Picomax, Kern Pyramid Nano, Willemin-Macodel, Yasda YBM) für Titan- und CoCr-Implantate. Hochpräzisions-Rundschleifmaschinen (Studer S20, S31, S33, Reishauer RZ) für Endbearbeitung. Mikro-EDM (Sodick AG40L, Mitsubishi EA8) für Stent-Geometrien. Honmaschinen (Nagel) für Knochenmark-Reamer.

2.Wie ist das mit MDR-Dokumentation und der CE-Kennzeichnung der Maschine?

Das sind zwei verschiedene Ebenen, die oft vermischt werden. Die MDR (Verordnung (EU) 2017/745) regelt das Medizinprodukt selbst — nicht die Bearbeitungsmaschine, mit der es hergestellt wird. Die Maschine fällt unter die EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und benötigt CE-Konformität als Werkzeugmaschine. Was wir an MDR-relevanter Dokumentation weitergeben: Wartungsprotokolle, Geometrie- und Kalibrierhistorie, eingesetzte Werkstoffe und Hilfsstoffe, Reinraum-Einsatzdokumentation falls zutreffend. Patientenbezogene Daten oder Prozessparameter aus der Steuerung löschen wir gemeinsam vor Abholung.

3.Übernehmt ihr Maschinen, die in Reinräumen gearbeitet haben?

Ja. Reinraum-Maschinen (ISO 14644 Klasse 7 oder 8) haben oft besseren Allgemeinzustand als vergleichbare Werkstattmaschinen, weil Schmutz, Spänekontamination und Korrosion minimiert sind. Wir dokumentieren den Reinraum-Einsatz im Übergabe-Protokoll. Beim Folgekäufer entscheidet dessen eigene Reinraum-Zertifizierung über die weitere Verwendung; viele unserer Käufer betreiben die Maschinen anschließend in normalen Werkstattumgebungen oder klassen-höheren Reinräumen mit eigenen Validierungsprozessen.

4.Welche Medizintechnik-Cluster in Deutschland bedient ihr?

Tuttlingen ist der weltweit größte Medizintechnik-Standort — über 400 Unternehmen, von kleinen Spezialfertigern bis zu Aesculap, KARL STORZ, Chiron. Weitere wichtige Cluster: Hamburg (Olympus Surgical, Eppendorf, Drägerwerk), München-Erlangen-Nürnberg (Siemens Healthineers, Brainlab, Aescosafe), Berlin-Brandenburg (B. Braun, Biotronik), Heidelberg-Mannheim (Roche, Heidelberg Engineering). Wir sind in allen diesen Clustern regelmäßig vor Ort und kennen die spezifischen Maschinenparkprofile.

5.Wie geht ihr mit der ISO-13485-Dokumentation um?

ISO 13485 ist das Qualitätsmanagement-System für medizintechnische Fertigung. Es betrifft den Hersteller, nicht die Maschine als Asset. Wenn die Maschine in einer ISO-13485-Fertigung eingesetzt war, geben wir die maschinenbezogenen Teile der Dokumentation (Wartung, Kalibrierung, Validierung der Maschinenfähigkeit, eingesetzte Werkstoffe) an den Folgekäufer weiter. Das erleichtert die Re-Validierung in einer anderen ISO-13485-Fertigung erheblich. Prozess- und produktbezogene Dokumente bleiben bei Ihnen.

6.Verkauft ihr Medizintechnik-Maschinen weiter — oder fließen sie zurück in die Medizintechnik?

Beide Wege existieren. Ein Großteil unserer Medizintechnik-Maschinen — insbesondere Schweizer Langdreher und Mikro-Fräsmaschinen — wird an Folgekäufer in derselben Branche weitergegeben: kleinere Medizintechnik-Hersteller in Polen, Tschechien, Türkei, Indien, USA, die unter ISO 13485 fertigen und die Maschinen neu validieren. Maschinen mit moderaterer Präzision (Studer-Schleifmaschinen, Standard-5-Achs-BAZ) gehen oft in den allgemeinen Hochpräzisionsmarkt — Aerospace, Werkzeugbau, Forschung.

7.Welche realistischen Preisbänder gibt es für Medizintechnik-typische Maschinen?

Ein Tornos Swiss DT 26 aus 2014–2019 liegt zwischen 95.000 und 175.000 €, ein MultiSwiss 8x26 zwischen 250.000 und 480.000 €. Ein Fehlmann Picomax 95M aus 2013–2019 zwischen 120.000 und 220.000 €. Ein Kern Pyramid Nano (5-Achs-Mikro-Bearbeitungszentrum) aus 2015–2020 zwischen 380.000 und 650.000 €. Ein Studer S31 aus 2014–2019 zwischen 85.000 und 165.000 €. Eine Yasda YBM Vertical Center aus 2010–2018 zwischen 110.000 und 240.000 €. Werte sind Spannbreiten — Spindelzustand, Steuerungsgeneration, Werkzeugmagazin-Konfiguration und Wartungshistorie verschieben innerhalb der Range erheblich.

8.Wie schnell wickelt ihr ab, wenn ein Standort schließt und Diskretion zählt?

Standardprozess: erste Einschätzung in 24 Stunden, Abholung in fünf bis fünfzehn Arbeitstagen für Einzelmaschinen, vier bis zehn Wochen für komplette Linien. Bei Medizintechnik-Standortschliessungen ist Diskretion oft entscheidend — wir behandeln den gesamten Prozess vertraulich, mit Geheimhaltungsvereinbarung wenn gewünscht, ohne öffentliche Marktansprache. Demontage-Teams arbeiten in Kennzeichnungs-neutraler Arbeitskleidung wenn der Standort sichtbar bleiben soll.

9.Übernehmt ihr auch Mess- und Prüftechnik aus Medizintechnik-Linien?

Ja. Koordinatenmessmaschinen mit Hochpräzision (Zeiss Prismo Ultra, Mitutoyo Crysta-Apex S Mikro, Werth ScopeCheck), optische Messmaschinen (Keyence IM-Serie, Mitutoyo Quick Vision), Bildverarbeitungssysteme. Geräte für Implantatprüfung (Ermüdung, Biege, Druck). Reinraum-Inspektionsstationen. Wir machen für die Prüftechnik ein separates Angebot, weil der Folgemarkt anders strukturiert ist als der für Bearbeitungsmaschinen.

10.Was ist mit FDA-21-CFR-820-zertifizierter Fertigung — kommt da etwas anders hinzu?

21 CFR 820 ist die US-FDA-Qualitätssystemvorschrift für medizintechnische Hersteller. Bei Maschinen aus 21-CFR-820-zertifizierter Fertigung legen wir besonderen Wert auf die vollständige Übergabe der Maschinenfähigkeits-Validierung (IQ, OQ, PQ), Wartungsprotokolle und Kalibrier-Records — dieselbe Dokumentationsebene wie bei ISO 13485. Der Folgekäufer muss in seiner eigenen FDA- oder ISO-Umgebung neu validieren, aber die Maschinendokumentation reduziert den Aufwand erheblich. Diese Dokumentation in einer Übergabe-Mappe zu bündeln ist Teil unseres Standardprozesses.

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